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Spiele: Unsere Highlights im Oktober 2026 im App Store, bei Steam und Co.

Halloween naht! Und während diverse Live-Services keinen Hehl darum machen und ihre Spieler deutlich über das bevorstehende Gruselfest informieren, haben wir keinen einzigen Titel gespielt, der in diese Kerbe schlägt. Stattdessen haben wir uns Bobanana!, Star Wars: Zero Company, Sneaky Sasquatch, Block Blast!+ und Big Walk angeschaut.

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Bombanana!

Koop-Puzzle (Mac/Steam): Drei Affen, eine Bombe: In „Bombanana!“ übernehmen drei Spieler die Rollen eines blinden, eines tauben und eines stummen Affen. Der blinde darf die Bombe anfassen, erkennt aber keine Farben. Der taube sieht alles und hört nichts. Der stumme hält als Einziger das Handbuch und bringt keinen Ton heraus. Entschärfen kann nur, wer sich auf ein Verständigungssystem aus Winken, Zeigen und geworfenen Bananen einigt.

Herbst-Angebot

Das Prinzip erinnert an „Keep Talking and Nobody Explodes“, verlegt die Reibung der Interaktion aber vom Regelwerk hin auf die Wahrnehmung. Dreißig Level, ein Endlosmodus und ein Baukasten für eigene Schwierigkeitsgrade halten das länger frisch, als der Preis von unter 10 Euro vermuten lässt. Der Haken: Wer keine verlässliche Runde an Mitspielern hat, bleibt außen vor. Auf dem Mac läuft der Titel nativ ab macOS 11.

Fazit: Ein Kommunikationsexperiment im Affenkostüm. Brillant, solange genau drei Menschen mitspielen – für feste Runden ein großer Spaß!

Standpunkt von Stefan Molz

Control Resonant: was „später in 2026“ bedeutet

Es gibt Sätze, die sich zugleich wie eine Einladung als auch verschlossene Tür anfühlen. „Später in 2026“ ist so einer. Am 24. September also erschien Control Resonant für PS5 und Xbox Series sowie Windows. Die Mac-Fassung? Ein Datum nannte Entwickler Remedy bislang nicht, Hardware-Anforderungen ebenso wenig. Funkstille – auch auf Nachfragen unsererseits. Warten ist man als Mac-Spieler gewohnt. Aber ein sich Ausschweigen ist kein guter Stil. Dass Nvidia gleichzeitig Control Resonant als Zugabe zu einem Jahresabo bewirbt, mit dem sich das Spiel auf genau jene Macs streamen lässt, die es nativ noch nicht bekommen, ist eine grausame Pointe. Bemerkenswert ist der Kontrast: Für die Ankündigungsfolien war die Mac-Version gut genug, für ein Mehr an Kommunikation bislang nicht. Ein einziger Satz zur Mindestausstattung würde reichen. So aber bleibt der Mac bislang eine Fußnote.

Star Wars: Zero Company

Deckung, Blickwinkel, Schusslinie: Zero Company denkt in Zügen statt in schneller Action – ein Fest für Fans von Star Wars und XCOM.
Deckung, Blickwinkel, Schusslinie: Zero Company denkt in Zügen statt in schneller Action – ein Fest für Fans von Star Wars und XCOM. (Bild: Screenshot)

Rundenbasierte Taktik (PS5, Xbox Series, Windows-PC – auf dem Mac per GeForce Now): Bit Reactor, gegründet von ehemaligen Firaxis-Leuten, liefert mit „Star Wars: Zero Company“ genau das, was diese Herkunft erwarten lässt: rundenbasierte Taktik im XCOM-Schema, geschichtlich angesiedelt in der Endphase der Klonkriege. Hawks, eine frei gestaltbare Hauptfigur, sammelt eine Truppe aus Abtrünnigen und Söldnern und verliert sie mitunter endgültig – voreingestellt ist: Der Tod bleibt und jeder Charakter ist wichtig. Zwischen den Einsätzen wird die Basis verwaltet und an den Beziehungen der Mannschaft gearbeitet – das ist emotionaler, als vom Genre gewohnt ist. Über GeForce Now lässt sich der Titel seit Tag 1 auf den Mac streamen. Die PC-Fassung kostet 49,99 Euro.

Apple Arcade

Sneaky Sasquatch

(Bild: Screenshot)

Open-World-Adventure: Der zottelige Held aus Sasquatch Valley ist seit Jahren das heimliche Maskottchen von Apple Arcade. Wer campen, Auto fahren, Ski laufen oder, warum auch nicht, einmal als Arzt praktizieren möchte, findet hier seine offene Spielewelt. Neu ist ein Gastauftritt in fremdem Gelände: Bis zum 7. Oktober übernimmt Sneaky Sasquatch die Welt von Subway Surfers+, samt vier Figurenkostümen, zwei Schwebebrettern, einem umgebauten Streckenabschnitt und Waschbärmünzen anstelle der üblichen Goldstücke – der Wachmann trägt derweil Rangerkluft. Gewichtiger aber ist die Erweiterung vom 17. September: Über 30 Vogelarten bevölkern nun das Tal und wollen fotografiert werden. Das Spiel bewertet die Aufnahmen nach Bildaufbau und Motiv, Seltenheit und Mehrfachtreffer bringen Zuschläge. Das ist ein ruhiger Zeitvertreib, der sich mit Controller am Fernseher ebenso gut anfühlt wie auf dem Touchscreen im Bett. Passend zum Geburtstag des Sneaky Sasquatch finden sich zudem elf neue Aufkleber zum Spiel in der Nachrichten-App.

Block Blast!+

Puzzle: Blöcke in ein Raster legen, Reihen und Spalten räumen, die nächste Kettenreaktion suchen: Auch Block Blast!+ gehört nun zu Apple Arcade und bringt mit, was die kostenlose Fassung nie hatte, allen voran keine Werbung und keine Zusatzkäufe. Als „App Store Great“ läuft der Titel allerdings nur auf iPhone, iPad und Apple Vision Pro, nicht auf dem Mac. Ein Zeitvertreib für die Zeit in der Warteschlange also, nicht aber für den Schreibtisch.

Big Walk

Big Walk misst Fortschritt in Gesprächen statt Trefferpunkten – ganz selbstverständlich mit einer speziell für den Mac entwickelten Version des Spiels.
Big Walk misst Fortschritt in Gesprächen statt Trefferpunkten – ganz selbstverständlich mit einer speziell für den Mac entwickelten Version des Spiels. (Bild: Screenshot)

Kooperatives Adventure (Mac/Mac App Store und Steam, Windows, PS5, Switch 2): Ein Weg, eine Mauer am Horizont, dazwischen eine handgebaute Insel. Mehr Handlung braucht es in „Big Walk“ nicht. Entwicklerteam House House aus Melbourne, bekannt durch den Indie-Hit „Untitled Goose Game“, hat gemeinsam mit Mac-Software-Urgestein Panic als Verleger ein Spiel gebaut, dessen eigentliches Werkzeug die eigene Stimme ist. Der Voicechat ist hier nämlich keine Beigabe, sondern ein großer Teil der Mechanik. Stimmen verlieren sich über Entfernung, werden von Wänden verschluckt, hallen in Tunneln und knistern durch die Walkie-Talkies. Wer schweigen muss, greift zu Fernglas, Megafon, Laserpointer oder Whiteboard. Die Aufgaben sind entsprechend gebaut: Zwei Leute stehen getrennt und beschreiben einander, was sie sehen. Das Studio verbietet ausdrücklich, nebenher über Discord oder andere Lösungen zu chatten – zu Recht, denn aus Einschränkungen entsteht der Reiz.

Kampf gibt es nicht, ein Scheitern ebenso wenig. Jede Aufgabe lässt sich überspringen, was das Spiel für gemischte Gruppen öffnet. Zwei bis zwölf Personen passen hinein, die Welt passt sich der Gruppengröße an. Ein Alleingang ist nicht vorgesehen, eine automatische Partnersuche ebenso wenig: Big Walk will mit denselben Leuten über mehrere Abende gespielt werden, ganz so wie eine klassische Rollenspielrunde.

Auf dem Mac läuft das Spiel nativ, kaufen lässt es sich sowohl über Steam als auch über den Mac App Store. Die Systemanforderungen sind moderat, empfohlen wird indes ein Mac mit M3-Chip. House House räumt ein, dass der Ton auf Apple Silicon unter Last aussetzen kann, und rät zu kabelgebundenen Kopfhörern und niedrigerer Renderskalierung. Wir hatten beim Probespiel keine Aussetzer.

Fazit: Das seltene Kunststück, aus Reden ein Spiel zu machen: Wer verlässliche „Mitwandernde“ auftreibt, bekommt für rund 20 Euro einen der besten und freundlichsten Koop-Titel dieses Jahres.

Stefan Molz // Chefredakteur
Stefan Molz

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.

Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.

Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.

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